Göpfritz/Wild - Die Freiwillige Feuerwehr Göpfritz/Wild wurde am 6. Juni 2026 um 16.05 Uhr von der Landeswarnzentrale gemeinsam mit den Feuerwehren Thaua, Allentsteig und Schwarzenau zu einem Verkehrsunfall mit Menschenrettung auf der L75 alarmiert.
Ein PKW wurde im Kreuzungsbereich der L75 mit der Franz-Josefs-Bahn von einem Güterzug erfasst und mehrere hundert Meter in Fahrtrichtung Gmünd mitgeschliffen.
Wenige Minuten nach der Alarmierung, rückten unter der Leitung von HBI Franz Steinbauer die Mitglieder der Feuerwehr Göpfritz/Wild mit dem RLFA 2000, dem LFA und dem MTF/VF zur angegebenen Einsatzadresse aus.
Nach Ankunft an der Einsatzstelle in der Katastralgemeinde Thaua wurde vom Einsatzleiter der Feuerwehr Thaua mitgeteilt, dass ein Kleinkind aus dem PKW gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte. Für die Lenkerin und den Beifahrer des PKW kam leider jede Hilfe zu spät - sie verstarben noch an der Unfallstelle. Unsere Einsatzkräfte bildeten zunächst eine Einsatzreserve ehe sie gegen 16.45 Uhr die Einsatzstelle wieder verlassen konnten.
Die Bergung des Unfallfahrzeuges wurde anschl. durch die örtlich zuständige Feuerwehr Thaua koordiniert.
Presseaussendung der Polizei Niederösterreich vom 07.06.2026, 09:45 Uhr:
Eine 34-jahrige türkische Staatsbürgerin lenkte am 6. Juni 2026, gegen 15:55 Uhr, einen Pkw auf der Landesstraße 75, im Gemeindegebiet von Allentsteig bei Straßenkilometer 14,450, vom Kreisverkehr Allwang auf der Bundesstraße 2 kommend in Richtung Allentsteig. Auf dem Beifahrersitz befand sich der 39-jährige Ehegatte und serbischer Staatsbürger. Im Fond befand sich in einem Kindersitz das gemeinsame 2-jährige Kind. Alle Insassen kommen aus dem Bezirk Zwettl. Bei der Eisenbahnkreuzung L75 / Franz-Josef-Bahn dürfte die Pkw-Lenkerin das Rotlicht des Bahnüberganges übersehen haben und übersetzte die Eisenbahnkreuzung.
Zur gleichen Zeit führte ein 45-Jähriger aus dem Bezirk Oberwart eine Güterzugarnitur von Göpfritz/Wild kommend in Richtung Gmünd. Obwohl der 45-jährige Triebwagenführer eine Notbremsung einleitete und ein akustisches Signal abgab, erfasste er das Fahrzeug. Die 24-jährige Lenkerin und der 39-jährige Beifahrer erlitten durch den Zusammenstoß tödliche Verletzungen. Die 2-jahrige Tochter wurde leicht verletzt und zwecks weiterer medizinischer Abklärung mit dem Rettungshubschrauber Christopherus 2 in das Landesklinikum Krems geflogen.
Der Triebwagenführer blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock und wurde vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.